Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen,
gut 200 Jahre ist es her, daß Friedrich Wilhelm Sertüner das Alkaloid Morphin aus dem Saft von Papaver somniferum isolieren konnte. Seitdem haben Morphin und die später eingeführten Opioide unterschiedliche Phasen der Akzeptanz in der Medizin erlebt. Derzeit scheint es bei der Behandlung von Tumor- und postoperativen Schmerzen mit Opioiden – in den OECD-Ländern – keine Unterversorgung mehr zu geben. Bei bestimmten Nichttumorerkrankungen zeichnet sich sogar eine Überversorgung ab. Über Opioidfehlgebrauch und –sucht muß daher wieder gesprochen werden. Hinzu kommen aktuelle Diskussionen über „Opioid-induzierte Hyperalgesie“ und „Opioid-induzierte Immunsuppression“. Daher haben wir uns entschlossen, aktuelle Fragen zu Opioiden auf unserem diesjährigen Benjamin Franklin Schmerztag vorzustellen und – hoffentlich – zu beantworten. Insbesondere interessieren uns unerwünschte Wirkungen, mögliche Differentialindikationen und spezielle Applikationsformen von Opioiden.
Wir haben ausgewiesene Experten aus der Grundlagenforschung und Praxis gebeten, einige spezielle Fragestellungen zum Thema für Sie vorzubereiten und hoffen, Ihnen interessante Vorträge und Diskussionsmöglichkeiten bieten zu können. Wir freuen uns darauf, Sie im geschichtsträchtigen Rathaus Schöneberg von Berlin zu begrüßen!
A. KopfC. Stein